Bericht vom 5. Antalya Marathon - 07.03.2010

Mein Erlebnisbericht vom 5. Antalya Marathon

 

Um den kalten Deutschland zu entfliehen, entschlossen wir uns, also ich und meine Schwester Sylvia 1 Woche in die Türkei zufliegen.




Sie flog ab Düsseldorf und war auch viel zeitiger da und schrieb mir per SMS wie schön das Hotel sei.. Ich saß abends 20 Uhr immer noch auf dem Leipziger Flughafen. Erst sollten wir früher fliegen dann wieder später. Mit Verspätung ging es dann aber erstmal nach Dortmund. Der Flug verlief ruhig so gegen halb 2 Nachts war ich auch endlich im Hotel angekommen. Schon im Vorfeld strebte ich an, am Antalya Marathon mit zulaufen, welcher gerade in dieser Woche dort am 07.03.2010 stattgefunden hat. Noch Zuhause meldete ich mich zur vollen Distanz an. Doch auch bei mir hat der ewig anhaltende Winter seine Spuren hinterlassen.



Schnell war auch eine passende Reise gefunden, die unseren Anforderungen entsprach. So wussten wir, das nur ein Hotel was nicht so weit vom Marathonstart entfernt liegt in Frage kommt. In Antalya-Lara ein ständiges wachsende Touristenzentrum wo ein 5 Sterne Hotel neben dem anderen steht direkt am Mittelmeer. So stehen da unter anderem Hotels wie (die Titanic, die Concorde oder der Moskauer Kreml). Eine faszinierende Nobelherberge für das entsprechende Kleingeld war Mardan Palace. Wir begnügten uns aber nur mit der Außenansicht. :-)



Einen Tag vorm Marathon machten wir uns auf dem Weg um die Startunterlagen abzuholen. Unser Hotel lag ca. 20 km von Antalyas City entfernt. Eine recht praktische Mitfahrgelegenheit ist dort der Dolmusch. Ein Kleinbus, welchen man per Handzeichen anhält auch keinen regulären Fahrplan gibt es. Man wartet halt am Straßenrand bis so ein Fahrzeug kommt und für umgerechnet 1 Euro Fahrgeld pro Fahrt ist das recht günstig. Mit einigen Hin und Her fanden wir das Einkaufszentrum, wo es die Startunterlagen gab. Dass es in anderen Ländern doch etwas anders zugeht, merkte ich dann auch recht schnell. So stand mitten im Einkaufscenter ein kleiner Campingtisch dahinter saß jemand, der mir so schien als würde er sich langweilen. Auch hat man keine anderen Mitläufer gesehen, außer Besucher des Einkaufsmarktes. Da ja kein "Antrag" zu befürchten war, gab ich noch 2 Colas zu Eigenverpflegung ab.


Der freundliche Mitarbeiter freute sich, dass er was zu tun hatte. Um es Vorweg zu nehmen von meinen 2 Colas, habe ich auf der Marathonstrecke nur eine bekommen. Der Sonntag war gleichzeitig Marathontag. Mit dem Taxi ging es zum Start ans Museum von Antalya an einer wunderbaren Bucht mit traumhafter Aussicht. Gegen 9 Uhr fiel der Startschuss und ein doch recht großes Läuferfeld setzte sich in Bewegung. (Marathonis, Halbmarathonis und 10 km-Läufer)



Noch war der Himmel trüb, doch das sollte sich in den nächsten Stunden ändern. Es wurde nämlich heiß und am ende waren es weit über 20 Grad. Da der gesamte Lauf auf der Straße verlief, heizte sich der Asphalt noch zusätzlich auf. Die Marathonstrecke führte auch an unserem Hotel entlang - der Drang aufzuhören lag nah. Denn ich hatte mit diesem Wetter meine Probleme.


Das Ziel, dass Stadion von Antalya erreichte ich nach 5 Stunden und 18 Minuten. Aber jeder Teilnehmer bekam eine schöne Erinnerungsmedaille und ein Finisher T-Shirt. Sehr lobenswert aus meiner Sicht, alle 3 km gab es einen Verpflegungspunkt. Den Marathon ließen wir ruhig ausklingen mit einer Bootsfahrt, sowie die restlichen Urlaubstage.

Viele sportliche Grüße

Manuela Bock 23.03.2010